Der fliegende Lkw ; Gott wirkt auch heute noch Wunder!

Am letzten Donnerstag besuchten wir das Gefängnis in Nakasongola und brachten Hilfsgüter bis ans Tor. Auch übergaben wir das Gefängnismagazin Inmate , das viele ermutigende Artikel enthält.

Auf dem ca. dreistündigen Rückweg erreichten wir die Bombo Road im Außenbezirk Kampalas. Wir fuhren nicht besonders schnell, der Verkehr war dicht. Ich saß vorne auf dem Beifahrersitz, als sich plötzlich eine beinahe geisterhafte Szene vor meinen Augen abspielte. Von links kam aus einer ca 20 Meter entfernten, offenkundig sehr abschüssigen Seitenstraße, ein schwer beladener LKW mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit heraus gerast. Der Truck schlingerte, Menschen schrien auf, der Fahrer hatte offenkundig keine Kontrolle, denn es schien , dass die Bremsen komplett versagten. Er krachte zunächst mit voller Wucht in einen vorbeifahrenden Pkw, schlingerte und rammte dann ein Ambulanzfahrzeug des Ugandischen Militärs. Danach flog das schwere Gefährt … direkt in unsere Richtung!

Ich sah durch die Windschutzscheibe die unwirklich anmutende Szene und wie der Lkw einem Geschoß gleich direkt auf uns zukam. Ich schrie „Gott, oh mein Gott! !!!“ und wußte, wir konnten nicht ausweichen, wir konnten gar nichts tun. Mein ganzer Körper verkrampfte sich und ich hob abwehrend die Hände , als wollte ich versuchen, den Lkw mit meiner Körperkraft zurück zu halten.

Silvia saß mit einer Freundin auf dem Rücksitz rechts hinter unserem Fahrer. Als sie mich schreien hörte, realisierte sie, was vor sich ging.
Ich war sicher, dass niemand von uns eine Überlebenschance hätte, wenn der Lkw jetzt durch unsere Scheibe krachen und uns unter sich begraben würde.

Doch dann geschah ein Wunder! Das Fahrzeug änderte plötzlich wieder seine Richtung, was physikalisch gar nicht möglich war. Es schlingerte an uns vorbei , Silvia sah den Truck nun aus den Augenwinkeln über den Seitenspiegel der Fahrerseite. Sie machte instinktiv einen Satz in die Mitte der Rücksitzbank und dann krachte es auch schon. Der schwere Laster hatte uns hinten rechts erwischt und schlingerte weiter. Wir sahen Menschen rennen und hörten sie schreien .

Silvia sprang aus dem Auto und registrierte , dass bei uns nur die Stoßstange abgerissen, der Kotflügel eingebeult und der Reifen betroffen war. Wir konnten weiterfahren und kamen so aus der schrecklichen Szene heraus.

Wir danken Gott für Seine Bewahrung und Seinen vollmächtigen Schutz! (Erika)